Werkstatt-Tage im Handwerkergymnasium

Vom 25.11. bis 27.11.2019 war handwerkliches Geschick gefragt!

Bereits zum vierten Mal fanden an unserer Schule die Werkstatt-Tage im Handwerkergymnasium statt. Die Schüler*innen der 11. Klassen mit den Fachrichtungen Bautechnik, Metalltechnik und Gestaltungs- und Medientechnik erprobten ihr handwerkliches Geschick in sechs verschiedenen Werkstätten der Schule. Sie mischten Farben an, druckten, nähten, feilten, modellierten, sägten. Diese und viele andere Arbeitstechniken sind nötig, um ein handwerkliches Produkt in guter Qualität herzustellen. In diesem Jahr arbeiteten die Schüler*innen in den Bereichen Holz, Metall, Farbe, Textil, Keramik und Buchbinden. Im Mittelpunkt der drei Tage standen wieder handwerkliche Techniken.

In der Holzwerkstatt fanden die Schüler*innen heraus, wie man eine Schatzkiste aus Holz herstellt, die einen versteckten Öffnungsmechanismus hat.

Die stilisierten Laubblätter und Flaschenöffner, die die Schüler*innen im Metallkurs anfertigten, sind zwar viel kleiner, erforderten aber genauso viel Übung, Geduld und Geschick.

Der Bauhauskünstler Josef Albers ist bekannt für seine Serie «Hommage an das Quadrat», in der er farbige Quadrate ineinander setzte und mit der Wirkung von stark oder gering kontrastierenden Farben experimentierte. Die Kursteilnehmer*innen des Farbkurses versuchten, eine Auswahl dieser Bilder nachzuempfinden. Besonders wichtig war es bei der Umsetzung, die Farben exakt nachzumischen, damit die von Josef Albers beabsichtigte Farbwirkung auch zur Geltung kommt.

Das Nähen an der Nähmaschine war Schwerpunkt im Textilworkshop. Auch hier war eine Vielzahl von Arbeitsgängen nötig, damit aus den Stoffteilen Taschen werden konnten. Nach drei Tagen präsentierte jeder Schüler eine Tasche, einen Schlüsselanhänger und eine Taschentuchtasche, kurz: Tatüta.

In der Keramikwerkstatt stellten die Teilnehmer*innen Vogelhäuser und Windlichter her. Dazu gossen sie flüssigen, mit Papier versetzten Ton, Paperclay genannt, in fertigen Gipsformen. Die so entstandenen Teile setzten sie zu den gewünschten Formen zusammen und bemalten die Objekte. Die Ergebnisse müssen nun noch gebrannt werden.

Mit Druckwalzen, Buchstaben und Druckerfarbe experimentierten die Schüler*innen in der Buchdruckwerkstatt. So gestalteten sie Papiere, die nach dem Trocknen als Einband oder Seiten eines selbst gebundenen Buches dienten.

Drei Tage intensives Erproben, Planen, Korrigieren, sich Austauschen im handwerklichen Prozess haben den Schülern neue Einsichten und Erfahrungen gegeben. Die Ergebnisse sind sehenswert. Das zeigte sich in den Präsentationen, die zum Schluss für alle Beteiligten in jeder der Werkstätten stattfand.

Zu den Werkstatt-Tagen kann ab nächster Woche eine kleine Ausstellung im Schulhaus besichtigt werden.

Erstellt: 30.11.2019