Werkstatt-Tage 2019 im Handwerkergymnasium

Sehenswerte Ergebnisse...

 

Emsiges Treiben in den Werkstätten: Es wird gebohrt, gefeilt, graviert, genäht, Farben werden angemischt, Ton ausgewalzt und geschnitten. Die Schüler der Klasse 11 erproben diese und viele andere Arbeitsgänge in ihrem Workshop. In diesem Jahr fanden die Werkstatt-Tage vom 27.11. bis 29.11.2018 statt. Es standen fünf Kurse zur Wahl aus den Bereichen Holz, Metall, Farbe, Textil und Keramik. Handwerkliche Techniken standen im Mittelpunkt dieser drei Tage.

In der Holzwerkstatt entstanden ganz besondere Spielzeuge, stattliche Feuerwehrautos. Nach einer Konstruktionszeichnung wurden gegebene Holzplatten gesägt, gefeilt und geschliffen. Die Teile mussten so zusammengefügt werden, dass Räder und Leiter beweglich sind, eine Herausforderung.

Die Schlüsselanhänger, die die Schüler im Metallkurs anfertigten, sind zwar viel kleiner, erforderten aber genauso viel Übung, Geduld und Geschick. Ihre ungewöhnliche Form ist dem Logo-Entwurf eines Schülers aus der Fachoberschule Gestaltung nachempfunden, der im Rahmen des Netzwerks 100.20 im Unterricht entstand. Die Anhänger haben noch eine zweite Funktion, sie dienen gleichzeitig als Flaschenöffner.

In der Farbtechnik arbeiteten die Kursteilnehmer auch nach Vorlagen, die Schüler der FOS Gestaltung in ihrem Farbunterricht entwickelten. Die Formen dieser Arbeiten sind inspiriert von den Metall-Skulpturen, die bei den Werksstatt-Tagen im vorigen Jahr entstanden. Besonders wichtig war es bei der Umsetzung, die Farben exakt nachzumischen, damit die beabsichtigten Tranzparenzen auch zur Wirkung kommen.

Das Nähen an der Nähmaschine war Schwerpunkt im Textilworkshop. Auch hier war eine Vielzahl von Arbeitsgängen nötig, damit aus den Stoffteilen Rucksäcke werden konnten. Zuschneiden, stecken, heften, nähen, die richtige Reihenfolge einhalten, alles erforderte Konzentration und Geschick. Nach drei Tagen konnte jeder Schüler einen Rucksack, eine Federmappe, einen Schlüsselanhänger und eine Taschentuchtasche präsentieren.

In der Keramikwerkstatt war die Teamarbeit gefragt. Gemeinsam entwickelten die Schüler mit ihrer Kursleiterin eine Form für ein großes Wandobjekt. Dieses setzt sich aus vielen kreisringförmigen dünnen Tonplatten zusammen. Jeder Teilnehmer fertigte eine festgelegte Anzahl dieser Platten und gestaltete sie mit ausgewählten Farben und Formen. Nach dem Trocknungsprozess müssen die Platten nun noch gebrannt, glasiert und ein zweites Mal gebrannt werden. Danach werden sie auf einer Tafel montiert. Das Ergebnis wird im Schulhaus ausgestellt.

Drei Tage intensives Erproben, Planen, Korrigieren, sich Austauschen im handwerklichen Prozess haben den Schülern neue Einsichten und Erfahrungen gegeben. Die Ergebnisse sind sehenswert. Das zeigte sich in den Präsentationen, die zum Schluss für alle Beteiligten in jeder der Werkstätten stattfand.

Zu den Werkstatt-Tagen kann eine kleine Ausstellung im Schulhaus besichtigt werden.

Erstellt: 14.12.2018