Spurensuche Bauhaus an der Walter-Gropius-Schule Erfurt

 

Ab Freitag, dem 15.12. 2017 nutzen die Schülerinnen und Schüler der Fachoberschule Gestaltung und der Höheren Berufsfachschule Gestaltungstechnischer Assistent die Gelegenheit, in der jährlich stattfindenden Werkstattwoche den reformpädagogischen Ansatz des Bauhauses zu verstehen. Durch intensives handwerklichen Tun, Erproben und Experimentieren in den verschiedenen handwerklich-gestalterischen Werkstätten der Schule folgen sie der Idee des Bauhausgründers.

Sieben Workshops werden von den Lehrerinnen und Lehrern der Schule angeboten. Im Workshop Schwarzlichttheater wandeln die Teilnehmer beim «Fest der Formen und des Lichts» auf den Spuren von Oskar Schlemmer.

Unter Themen wie «Das Bauhaus tanzt» oder «Das Bauhaus kocht» werden im Workshop Fotografie Fotogramme erstellt, um sie anschließend zu digitalisieren, farbig zu gestalten und mit Schrift zu versehen.

Ausgehend von der Grundform Kreis sollen im Keramik-Schrift-Workshop verschiedene Gefäße aufgebaut werden. Die Dekore dafür werden ausgehend von Josef Albers Kombinationsschrift P22 entwickelt und mittels verschiedener Techniken auf das Gefäß aufgebracht.

Der Druckgrafik-Buchbinde-Workshop steht in der Tradition der Druckerei und Buchbindewerkstatt des Bauhausmeisters Otto Dorfner. Es werden Schmuckpapiere durch die Anwendung verschiedener Hochdruckverfahren hergestellt und anschließend Bücher unter Verwendung der selbstbedruckten Schmuckpapiere gebunden.

An die im Dessauer Bauhaus eingerichtete Werkstatt Typografie/ Reklame knüpft der fünfte Workshop an. «Interviews mit Bauhauskünstlern» werden mit Bleilettern gesetzt, gedruckt sowie handgeschrieben und in Papiercollagen zu Zeitungslayouts zusammengefügt.

Im Workshop Farbe und Animation begeben sich die Schüler mit fließenden Farben nach dem Zufallsprinzip auf Spurensuche und dokumentieren die entstehenden Arbeiten in Zeitrafferaufnahmen mit GoPro-Kameras.

Der siebente Workshop wird geleitet durch den Jenaer Metallgestalter Robert Krainhöfner. Ideen zu dreidimensionalen Objekten aus Metall werden entwickelt und realisiert. Die Objekte sollen die gestalterische Grundlage für eine Skulptur bilden, deren Errichtung für das Jahr 2019 geplant ist, in welchem nicht nur das Bauhaus seinen 100. Geburtstag feiert, sondern auch die Walter-Gropius-Schule Erfurt das 20. Jubiläum ihrer Namensgebung begeht.

Die vielfältigen Ergebnisse werden am Donnerstag, dem 21.12.2017 ab 11 Uhr im Ausstellungsflur von Haus 1 der Walter-Gropius-Schule Erfurt im 3. Obergeschoss durch die Schülerinne und Schüler präsentiert.

Besonderer Dank gilt schon jetzt dem Bauhaus-Agenten-Programm der Klassikstiftung Weimar für die vielfältige Unterstützung.

 

Kristin Köhlitz, Fachbereichsleiterin der Fachoberschule Gestaltung

 

Erstellt: 13.12.2017