Mondlandung?

Mit Feuer und Rauch...

Was hier auf den ersten Blick nach einer Mondlandung aussieht, ist nur ein Feuerschutzanzug, denn unser Raku-Ofen, der noch vor den Ferien bei einer Weiterbildung im Rakubrand eingeweiht wurde, kann mächtig heiß werden!

Da die drei Schülerinnen Anna, Celine und Maya aus dem Handwerkergymnasium im Keramikkurs fleißig für Nachschub in Form von Vasen und Schalen gesorgt hatten, haben wir die neu gewonnenen Kenntnisse sogleich noch einmal gefestigt.

Beim Rakubrand, ursprünglich in Japan entwickelt, wird die bereits geschrühte und glasierte Kermaik glühend bei einer Temperatur von ca. 1000ºC aus dem Brennofen gehoben. Durch die schockartige Abkühlung entsteht in der Glasur ein Rissnetz, das typische Raku Krakelee. Das Keramikobjekt wird ann in ein Bett aus Sägespänen gesetzt. Diese entzünden sich sofort an der immer noch mehrere hundert Grad heißen Keramik und der Räucherprozess beginnt. Nun werden Sägespäne über das Brenngut gestreut. Der Räucherbrand wird intensiver. Unglasierte Bereiche der Keramik beginnen sich durch die Einlagerung von Kohlenstoff schwarz zu färben, ebenso das Krakelee der Glasur. Diesen Prozess nennt man Reduktion. Durch den Räucherbrand ist die abgekühlte Kermaik mit Ruß überzogen. Da hilft nur kräftiges Putzen, das sich lohnt, denn jedes Stück ist ein Unikat.

Für die tatkräftige Unterstützung bei der Vorbereitung und Durchführung der Weiterbildung möchten wir uns ganz herzlich bei Max Moser von der Töpfermühle Möbisburg bedanken.

Erstellt: 09.08.2017